Die von der EGI-Geschäftsführung lancierte Veröffentlichung in „ Börse.de “ vom August 2016

Der Verein EGI-Anleger e.V. kommentiert darunter!

OTS: Euro Grundinvest / Anlegeranwälte gegen Anleger-Interessen?

Anlegeranwälte gegen Anleger-Interessen? München (ots) – Pressemitteilung zu den Ergebnissen der Gesellschafterversammlungen der EGI (Euro Grundinvest) Publikumsfondsgesellschaften vom 21. Juli 2016.

Die anwesenden Anleger der Gesellschafterversammlungen folgten mehrheitlich dem vorgestellten Sanierungsplan. Dennoch dominierten die Anlegeranwälte mit den von ihnen vertretenen Stimmen die Gesellschafterversammlungen und verhindern bis dato den planmäßigen Vollzug der Sanierung durch jeweiligen Ausübung der von ihnen vertretenen Stimmrechte gegen die Mehrheit der persönlich anwesenden Gesellschafter. Erstmals stellen sich Anlegeranwälte gegen den Willen der anwesenden Anleger; die Folgen dieses Interessenwiderstreits werden die Anleger zu tragen haben. Nach der Entkernung der EGI-Fonds durch Malte Hartwieg drohen den Anlegern nach den Gesellschafterversammlungen vom 21. Juli 2016 weitere unangenehme Überraschungen:

Die Folgen einer möglichen Insolvenz der Gründungsgesellschaften, die bei weiterer Inanspruchnahme durch die Anlegeranwälten mit unabsehbaren Folgen für die Anleger der Fonds, sollten durch den zusätzlichen Beitritt neuer Gesellschaften ausgeschlossen werden; der Beschluß wurde verhindert.

Die Geschäftsführung hat auf Basis der ermittelten Gesamtsituation, die durch die Initiatoren (Malte Hartwieg) verursacht wurde, allen Anlegern den, einzig praktikablen Vorschlag zur wirtschaftlichen Sanierung durch vollständige und simultane Liquidation der Publikumsgesellschaften unterbreitet. Die Geschäftsführung bot allen Anlegern gleichmäßig eine erste Auszahlung von 10 % ihrer Einlage im Rahmen dieser Lösung an, weitere Auszahlungen würden nach Fortschritt der Liquidation folgen; der Beschluß wurde verhindert, Auszahlungen an Anleger aus Erlösen sind aktuell nicht möglich.

Die Geschäftsführung wird sich zeitnah – direkt mit den Anlegern in Verbindung setzen, um sie über die Konsequenzen und die notwendigen nächsten Schritte zu informieren. Daneben werden Gespräche mit den Anlegeranwälten fortgeführt, um eine mögliche konsensuale Lösung zu erreichen.

OTS: Euro Grundinvest newsroom: http://www.presseportal.de/nr/104022 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_104022.rss2

 

 

Kommentar des EGI-Anleger e.V.

Zu der vorstehenden Pressemitteilung der Euro Grundinvest

 

Es ist nicht zu übersehen und er gibt es selbst zu: Sven Donhuysen hat von seinen Anlegern eine schallende Ohrfeige erhalten!  Jetzt versucht er den schwarzen Peter wieder einmal von sich weg zu schieben und die Schuld bei anderen zu finden. Im Ergebnis ist dieser Versuch ebenfalls gescheitert. Erst war Malte Hartwieg der Sündenbock, jetzt verortet er seinen Misserfolg bei den Anwälten der Fondsanleger. So ganz geheuer scheint ihm die Schuldzuweisung allerdings dann doch nicht zu sein: er setzt ja ein Fragezeichen in die Überschrift!

 

Wieder einmal übt sich Donhuysen in Unkorrektheiten: Für die bei der Informationsveranstaltung anwesend gewesenen Anleger ist es auch völlig unverständlich und nicht nachvollziehbar, wenn er verlauten lässt, dass die präsenten Anleger seinen Vorschlägen positiv gegenüber gestanden hätten. Bis auf wenige Ausnahmen haben sich die Anwesenden sehr kritisch zu seinen bisherigen Maßnahmen geäußert und positive Stimmen zu seiner Abstimmungsvorlage musste man wirklich suchen. Möglicherweise war Herr Donhujsen gedanklich bei einer anderen Veranstaltung und hat die Tatsache nicht wahrgenommen, dass er kein Vertrauen bei den Anlegern (mehr) genießt. Zu seinen Aktivitäten seit Sommer 2014 war wenig zu hören, wobei es besonders auffällt, dass er nicht einmal zu dem Ausverkauf der Grundstücke Fakten vorgelegt hat.

Die

 

Für uns steht vielmehr fest: Donhuysen hat jegliche notwendige Kontrolle seiner Aktivitäten mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt, so war z.B.

  • der Antrag auf Einsetzung eines neuen Treuhänders durch die Anleger nicht zugelassen worden obwohl gerade dazu ein eindeutiger Tagesordnungspunkt in der Einladung enthalten ist.
  • der Antrag auf Einrichtung eines Anlegerbeitrags durch die Anleger ist ebenfalls mit den gleichen fadenscheinigen Gründen abgelehnt worden.
  • die Einrichtung zumindest eines elektronischen Informationssystems für die Anleger fand ebenso keinen Anklang.

 

Unser weiterer Kritikpunkt an der Versammlung findet in der aktuellen Veröffentlichung auch nicht wieder: die Informationsveranstaltung und die Gesellschafterversammlungen sind nicht nur zu spät angesetzt worden, so dass sich die Anleger nicht richtig haben vorbereiten können und Anträge haben stellen können, sondern auch die Beiträge der von Donhuysen beauftragten Fachleute sind aus unserer Sicht unvollständig und damit ungeeignet für eine Entscheidungsfindung für uns als Anleger. Er kann es drehen und wenden wir er will, wer nur oberflächlich informiert und uns Investoren die Pistole auf die Brust setzen will, wer kürzeste Fristen wählt, um Entscheidungen zu fordern, muss sich nicht wundern, wenn er kein Ja-Wort für unzureichende Beschlussvorschläge erhält.

 

Ganz abgesehen davon, dass dies erneut eine Weigerung für die Wahrnehmung der Rechte durch die Anleger ist, behauptet er nun im obigen Artikel (oder lässt behaupten), dass die unkontrollierte Fortsetzung seiner Maßnahmen gegen die Interessen der Anleger verstößt.

 

Für den Verein und alle Anleger ergibt sich die Konsequenz, dass wir weiter für eine neue Gesellschaftsversammlung werben, um die Kontrolle über unser „Restvermögen“ bei den Fonds zu sichern. Die exorbitanten laufenden Kosten seiner Berater müssen schnellstmöglich beendet werden.